Ganz zufrieden bin ich nicht.
Weiß ich doch, dass die
Reste jetzt draußen herumfliegen
und wer weiß, was anrichten.
Na,
Abend zusammen, sage ich recht fröhlich,
auch wenn ich mich unzulänglich fühle.
Ich hoffe, nur
Raela merkt, wie
unsicher ich gerade bin.
Raela holt die
Kartoffeln aus dem
Ofen und ich lege jedem ein
Putenschnitzel auf den
Teller.
Dann sitze ich mich
Herrn
Bass gegenüber auf einen
Stuhl.
Raela holt noch eine
Flasche
Wein und
Traubensaft aus dem
Kühlschrank, öffnet die
Flaschen, schenkt sich
Herrn
Bass und mir
Wein ein und gibt
Nessi ein
Glas
Traubensaft.
Herr
Bass erhebt sein
Glas.
Wer, die
Nessi und ich, haben
Grund, uns bei euch,
Stella und
Raela, zu bedanken, dass ihr uns gestern geholfen
habt, dass ihr uns heute zu diesem guten
Essen eingeladen habt und uns zuhört,
was unsere
Lebenssituation betrifft.
Also stoße ich mit euch auf diesen
Abend an und biete euch das
Du an als
Dank für alles und
vor allem dafür, dass wir
hier auf neutralem
Boden miteinander sprechen können.
Mir fällt auf, dass nicht nur
Leos
Gesicht befreit leuchtet.
Auch seine schöne
Bassstimme
klingt klarer als zuvor.
Neutralem
Boden? keift
Nessie.
Auch ihren
Gesicht und ihre
Stimme ist
deutlich anzumerken, dass sie spürt,
wie sehr sich die
Situation verändert hat,
seit das
Netz nicht mehr da ist.
Hinter einer dünnen,
fast durchsichtigen
Schicht
ihrer üblichen
Selbstsicherheit flammen auf ihrem
Gesicht
Unsicherheit und
schlecht unterdrückter
Zorn auf.
Leo wendet seiner
Freundin sein
Gesicht zu.
Ja, wir sind auf neutralem
Boden bei
Stella und
Raila.
Es ist gut, bei
Leuten
zu sein, die aufgeschlossen sind,
die man aber gerade erst kennenlernt.
Und es ist gut,
ohne deinen
Bruder und
Arunja miteinander sprechen zu
können.
Bilde ich es mir nur ein?
Oder wird
Leos
Stimme immer klarer und erleichterter?
Auf
Nessis
Gesicht stellt sich die gewohnte
Selbstsicherheit wieder ein.
Dann leuchtet
Kampfeslust in ihren
Augen auf, die aber rasch von
Bosheit ersetzt wird.