Manchmal tut ein Kreis wie ne Richtung,
manchmal tut ein Sumpf wie ne Lichtung,
manchmal ist zu viel Sprechen
Verschweigen und manchmal ist
sich Verstecken sich Zeigen.
Manchmal ist ein Wiedersehen
Trennung,
manchmal sich fremd sein
Erkennung,
manchmal ist Warten das schnellste,
manchmal der Mann das hellste.
Manchmal wird aus
dem Stottern ne Predigt
Und was sich so aufgedrängt hat,
hat sich schon damit erledigt
Manchmal liegt im Vergessen
das Wissen
Manchmal stopft diesen
Mund besser ein Kissen
un d unterdrückt damit
den Breitoller
Sprüche,
von denen dieses Lied hier voll ist wie
für die Schabe die Küche.
Manchmal ist deine Kälte zum Brennen,
manchmal, da bleiben Fengrennen.
Dreh dich nicht um,
da ist ein Schatten bei dir,
der ahmt all deine Bewegungen nach
und ähnelt dir sehr.
Der wird wahrscheinlich behaupten,
er will aus deinen Fehlern nur lernen,
aber schafft er es jemals,
sich von dir zu entfernen?
Manchmal geht's
steil hoch auf ner Liege,
manchmal liegt,
was sich eben erhängt,
halt schon wieder frisch
in der Wüste.
Manchmal ist ein Fasten ein Gierfraß
Und manchmal ist
Ausrasten das Einzige,
das bleibt dann Spaß
Manchmal ist alles so wie schon gewesen
So wie längst aufgeschrieben,
nur noch immer nicht gelesen
Manchmal schneidet ein Kuss
wie ein Messer,
manchmal ist nichts
dafür besser.
Da ist ein Schatten unterwegs,
der hat deine Gerüche,
reißt mit deinen Gesten
und reißt deine Sprüche.
Will dir immer zu nah sein,
kommt dir immer entgegen
Manchmal ist es starr sein,
sich ganz schnell weg
bewegen
Also nimm deinen Kreis
und nenn seine Richtung
Leg dich in dein Moor
und nutz es als Lichtung
Du hast ein Leuchten im Gesicht,
das du unwillkürlich verbillst,
manchmal, wenn du's noch nicht
einmal merkst.
Manchmal. Manchmal.
1. SWR 2021