Zu früh war die Hochzeit,
zu stell kam das Kind,
doch sie war verliebt,
wie es Mädchen so sind.
Sie wollte es so,
dachte nie drüber nach,
doch seit einiger Zeit
werden Zweifel in ihr wach.
Ist da noch mehr, ist da noch mehr,
mehr als nur Kinder und
Küche und Ehr 'n?
Ihre Familie liebt sie zwar sehr,
doch sie fragt immer öf
ter und öfter und öfter,
ist denn da nicht noch mehr?
Ihr Mann sorgt für alles,
die Welt ist okay,
ein Urlaub in Spanien,
ein neuer VW, sein Job,
der belegt ihn oft sehr mit Beschlag
und die Zweifel in ihr werden stärker,
Tag für Tag.
Ist da noch mehr, ist da noch mehr,
mehr als nur Kinder und Küche und Erd?
Ihre Familie liebt sie zwar sehr,
doch sie fragt immer öfter
und öfter und öfter,
ist denn da nicht noch mehr?
Eines Mor gens, da sagt sie,
das kann doch nicht alles schon sein.
Oh nein, wenn ich heute nicht geh',
werde ich mir das niemals
verzeih 'n.
Oh nein, doch da ist ja das Kind,
ihr wird bang,
sie steht da und schaut lang auf die
offene Tür
und bleibt hier.
Denn so viel Mut, dass man auch gäbt,
gibt es nicht oft in der Realität.
Alles verlassen ist viel zu schwer,
darum Liebe nicht fragen,
nicht fragen, nicht fragen.
Ist denn da nicht noch mehr?
Trinkst du den Beck 'r des
Lebens nicht leer,
dann erfährst du wohl niemals,
wohl niemals, wohl niemals.
Bis demnach nicht noch mehr.